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SCHONENDE SCHLACHTUNG IN WACHTENDONK/NRW

Es gibt in Deutschland nicht mehr viel kleinere Schlachthöfe, die noch geprägt sind von handwerklicher Tradition und dem Charakter eines Familienbetriebes, in dem alles überschaubar geblieben ist. Darunter sticht der Schlachthof des Naturverbundes in Wachtendonk nahe Kleve in Nordrhein-Westfalen besonders hervor.

Im Rheinland und an der Ruhr, im Grossraum Essen, Düsseldorf, Köln und Aachen, gilt der Naturverbund-Schlachthof als die Anlaufstelle für Landwirte, die eine individuelle Betreuung und sorgfältige handwerkliche Arbeit schätzen.

Die Tiere, die wir von Landwirten annehmen und schlachten, bekommen als unsere Mitgeschöpfe zu Lebzeiten gute Pflege und Respekt.

  

Das Gütekriterium „Ruhige Annahme der Tiere“ bedeutet:

  • Kein Einsatz von Elektrotreibern
  • Rutschfester Bodenbelag im Bereich der Tierannahme
  • Einsatz von geschulten Mitarbeitern
  • Kontrolle der Transportbedingungen der Tiere

Im Gegensatz zu anderen Schlachthöfen in Europa ersparen wir unseren Tieren anonyme Ferntransporte über 8 Stunden und mehr zum Schlachthof. Denn hier bei uns führt jeder Landwirt den Transport seiner Tiere eigenverantwortlich durch. Die Transportdauer für die Schweine beträgt maximal 2 Stunden, durchschnittlich zur Zeit nur 30 Minuten. Bei Rindern dauert der Transport maximal 3 Stunden, zur Zeit durchschnittlich etwa 1,5 Stunden. Die Bedingungen zum Transport sind zwischen jedem Landwirt und dem Schlachthof vertraglich vereinbart. Ausschließlich geschulte und fest angestellte Mitarbeiter kontrollieren die Transportbedingungen und nehmen die Tiere entgegen.

Im Naturverbund-Schlachthof (früher Thönes Natur genannt) gilt: fairer Lohn für gewissenhafte Arbeit. Deshalb gibt es bei uns keine Akkordarbeit, denn frei arbeitende Schlachter werden üblicherweise nach der Anzahl geschlachteter Tiere bezahlt. Das führt woanders dazu, dass mitunter schon bei der Tierannahme nur in „Stückzahl“ gedacht wird. Der Stress, dem die Tiere dadurch ausgesetzt werden, beeinträchtigt die Fleischqualität.
  

DAS GÜTEKRITERIUM „ARTGEMÄSSE EINGEWÖHNUNGSZEIT
IM WARTESTALL“ BEDEUTET:

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  • Mindestens 6 Stunden Eingewöhnungszeit für Schweine
  • Stallgruppengemäße Warteställe
  • Berieselungsanlage in den Warteställen
  • freier Zugang zur Tränke

Stresshormone bleiben nach der Schlachtung als chemische Substanz im Fleisch und im Blut der Schlachtkörper enthalten. Wenn wir schon den Einsatz von Antibiotika bei der Mast ausschließen, dann sollen auch keine anderen vermeidbaren Wirkstoffe im Fleisch enthalten sein. Reines Fleisch verträgt keine Kompromisse.

Schweine sind neugierige Wesen. Kommen sie in ein neues Umfeld, reagieren sie entweder mit Neugier oder mit einer Tendenz zur Flucht bzw. zur Aggressivität. Letzteres verursacht Stresshormone im Organismus, die sich erst allmählich abbauen. Die ruhige Annahme der Tiere am Vorabend der Schlachtung verhindert Flucht- und Aggressivitätsausbrüche. Stattdessen siegt die Neugier der Tiere. Schnüffelnd und grunzend nehmen sie das neue
Umfeld in Besitz. Die Rangverhältnisse in der Gruppe können rasch geklärt werden. Die
Stressbelastung für die Tiere ist gering, da sie es gewohnt sind, sich freizügig zu bewegen. Wenn sie sich dann zum Schlafen hinlegen, ist der alte vitale Status erreicht.

In den meisten EG-Schlachthöfen ist es unüblich, dass die Tiere in den Gruppen angeliefert werden, in denen sie während der Mast aufgewachsen sind. Dann werden sie nach dem Zufallsprinzip in die Warteställe getrieben. Stress und heftige Rangkämpfe sind die häufige Folge.

Eine vergleichende Untersuchung im Naturverbund-Schlachthof – durchgeführt von Wissenschaftlern der tierärztlichen Hochschule Hannover – hat belegt, dass die durchschnittliche Herzfrequenz der Schweine zwei Stunden vor der Schlachtung ebenso niedrig ist, wie zuvor im Maststall des Landwirts.
 

DAS GÜTEKRITERIUM „STRESSARMER ZUTRIEB
ZUR BETÄUBUNG“ BEDEUTET:

  • Nur Einsatz von Treibbrettern
  • Kein Prügeln der Tiere
  • Flexible Größenerweiterung der Warteställe
  • Transporthilfe zur Betäubungsbucht

Die Minuten vor der Betäubung und Tötung der Tiere sind für die spätere Fleischqualität von zentraler Bedeutung. Hier entscheidet sich, ob die Bemühungen des Landwirts um eine artgerechte und verhaltene Mast nicht doch in letzter Minute durch Stress der Tiere entwertet werden. Deshalb arbeiten hier nur Mitarbeiter, die speziell geschult sind. Sie sind im Naturverbund-Schlachthof die ersten Qualitätsverantwortlichen für reines Fleisch höchster Güte.

„Nicht gegen, sondern mit dem Tier denken“, heißt der Grundsatz, dem sich alle Mitarbeiter des Naturverbund-Schlachthofs verpflichtet fühlen. Dieser Grundsatz drückt sich bereits in der Architektur des Schlachthofs aus. So verfügt der Schlachthof über ein variables System von Warteställen. Sie können geöffnet werden, so dass der jeweils nächste leere Wartestall auf dem Weg zur Betäubungsbucht dem Schwein als größerer Raum erscheint. Neugierig und ohne Furcht laufen die Schweine dann in die Betäubungsbucht hinein. Sollten sie auf dem Weg stehen bleiben, werden sie auf den letzten zwei Metern automatisch auf einem Rollband gefahren. Dieses patentierte System ist aus der Grundhaltung gewachsen: „Nicht gegen, sondern mit dem Tier denken.“

Das patentierte Zutriebssystem in Verbindung mit den variablen Warteställen im Naturverbund-Schlachthof hat Vorbildfunktion in Europa. Die mittlere Herzfrequenz der Schweine beim Zutrieb zur Herz/Hirn-Betäubung beträgt max. 170 Schläge pro Minute. In vergleichbaren anderen Schlachthöfen beträgt sie bis zu 240 Schläge pro Minute. Der Lactatgehalt (Stresshormon) nach der Betäubung beträgt im Thönes-Natur-Schlachthof durchschnittlich nur 2,6mmol/l. In herkömmlichen Schlachthöfen liegt dieser Wert bei 8,6mmol/l. Auf eine Gasbetäubung durch CO2 und andere Gase wird aus Gründen des Tierschutzes grundsätzlich verzichtet.

Der Naturverbund-Schlachthof verarbeitet Fleisch von Tieren, die in den Ställen der Landwirte nach strengen Kriterien artgerecht und umweltbewusst aufgewachsen sind. Sie sind durch die Schlachtung zu einem Lebensmittel erster Güte geworden. Sämtliche Hygienemaßnahmen dienen dem Ziel, den ursprünglichen Geschmack und die besondere Konsistenz von frischem Fleisch unverfälscht zu sichern.

DAS GÜTEKRITERIUM „TRANSPARENTE IDENTITÄT“ BEDEUTET:

  • Tätowierung der Tiere im Stall
  • Eintragung im Bestandsbuch
  • Keine Schlachtung ohne Nachweis im Bestandsbuch
  • Einzeltiernachweis bis zum Teilstück

Gerade in Zeiten immer wieder aufsteigender Skandale gelangt die Bedeutung einer
eindeutigen Identifikation eines Tieres immer stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung. Aber nur wer persönliche Verantwortung trägt für das Wohlergehen der Tiere gibt bereitwillig Antwort über die Handelswege.

Dieser Nachweis wird im Naturverbund-Schlachthof der Familie Thönes konsequent erbracht und das schon seit 1988.

Naturverbund Niederrhein
Thönes e.K.
Loeweg 15
D-47669 Wachtendonk

Tel.: 0 28 36 - 91 40-0
Fax: 0 28 36 - 91 40-40
www.naturverbund.de